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Kinder und Konflikte – 5 Regeln für eine gute Streitkultur

Die perfekte Familie: Papa, Mama, zwei freundliche, gescheite und glückliche Kinder. Harmonie und Idylle bestimmen den täglichen Alltag. Doch selbst in der perfektesten aller Umgebungen ziehen manchmal Gewitterwolken auf. Und plötzlich hängt der Haussegen schief: der große Streit ist unter den Geschwistern ausgebrochen.

Steitende Kinder

Eltern sind hier schnell genervt – und reagieren entsprechend. Leider treibt das die Streithähne manchmal auch nur erst recht noch mehr an. Und die Partei, die sich unterlegen wahrnimmt, fühlt sich schnell nicht ernst genommen.

• Wem gehört das Spielzeug?
• Wer soll der Bestimmer sein?
• Wer entscheidet, was gespielt wird?
• Wer darf mitspielen?
• Wer hat die meisten Kekse bekommen?

Das sind die klassischen Streitthemen unter Kindern.
Da kann es auch schon mal ganz schnell sehr emotional werden. Von Drohen über Brüllen bis hin zu Flehen und Weinen geht es meist ganz schnell. Stecken die Kleinen aber erst einmal in der Streit-Spirale, fällt es den meisten nicht leicht, dort wieder herauszukommen.

Kinder können lernen Konflikte selbst zu lösen.

Auch wenn es manchmal anstrengend ist – Kinder streiten gerne, und oft. Ein solches Verhalten ist also kein Anlass zur Sorge. Streit ist etwas völlig Natürliches und eine soziale Ausprägung des Miteinanders und hat nicht mit grundsätzlich aggressiver Haltung, Bosheit oder Niedertracht der Kinder zu tun.

Sie können allerdings den Kindern dabei helfen, damit richtig umzugehen. Entwickeln Sie gemeinsam mit Ihrem Partner ein Konzept, wie Sie im Streitfall handeln. Den Kindern alles abzunehmen und sie einfach zu trennen oder ihnen sogar die Lösung vorzugeben wäre zu einfach. Daraus können keine wichtigen Erkenntnisse gezogen werden, denn auch beim Streiten entwickelt sich die Persönlichkeit. Erklären Sie Ihren Kindern stattdessen lieber, wie sie ihre Konflikte fair selbst ausgetragen können. Welche Regeln es für Auseinandersetzungen gibt und was auf gar keinen Fall geduldet werden kann.

5 Regeln als Basis für eine gute Streitkultur:

1. Nicht handgreiflich werden (nicht beißen, an den Haaren ziehen oder schlagen)
2. Fair bleiben – kleinere und schwächere berücksichtigen, nicht alle gegen einen
3. Zuhören und den anderen aussprechen lassen, jeder darf seine eigene Meinung vertreten
4. Keine Gemeinheiten (Schimpfwörter dürfen nicht unter die Gürtellinie gehen und verletzend sein, Namen aus dem Tierreich können erlaubt sein – z.B. „Du Haubentaucher“)
5. Streit mit einer Einigung beenden und Frieden schließen – vielleicht ist ein Kompromiss die beste Lösung (so gibt es keinen Sieger oder Unterlegenen)